Räume

Die historische Hüllmauer wird durch einen schlichten Sichtbetonkörper – dem „Gartenhaus“ im Norden und Süden durchdrungen. Dieses überragt auch den umlaufenden Betonrost um ein gutes, halbes Geschoss. Keine Dämmung, keine vorgesetzte Fassade – purer Beton, der nur sparsam durch in der Größe variierende, quadratische Fensteröffnungen durchbrochen wird. Und nur dort, wo dies besondere Sichtbezüge erfordern.

Durch das Einschieben des neuen Gartenhauses wurde der Hofraum zweigeteilt. Im Westen entstand ein großzügiger, nach oben offener Hof - eine Piazza mit gestockter Betonoberfläche. An drei Seiten vom historischen Gemäuer umrahmt, das nur zum westlichen Wäldchen hin eine schlanke, hohe Öffnung aufweist. In dieser Ecke wurde ein Baum gesetzt, denn „ein Hof ohne Baum ist kein Hof“ ist Hertl überzeugt. Östlich wird dieser Hof im Obergeschoß durch die Betonfassade des neuen Gartenhauses begrenzt, während im Untergeschoss der Salon situiert ist, der sich durch eine raumhohe Glasfassade zum Hof hin öffnet. Mit Kochzeile, großem Tisch und Sichtbetonkamin. So können künftig Hof und Salon auch für Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen gemietet, aber auch als Präsentationsraum für Hertl Architekten genutzt werden. Nur dort, wo im Norden das neue Gartenhaus die alte Hülle erkerartig durchdringt ist auch ein Blickbezug nach außen auf den wunderbaren Flusslauf der Enns möglich.

(Volker Dienst)

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